re.play – Microprose Formula One Grand Prix

re.play – Microprose Formula One Grand Prix

Persönliches

Ich war und bin kein Formel 1 Fan. Mir hat schon immer Rally mehr Freude beim Zuschauen bereitet. Die Simulation von Microprose hatte jedoch den großen Vorteil, dass ich es mit meinen Freunden zusammen spielen konnte. Stunden um Stunden haben wir dagesessen und mit einander gefiebert und gekämpft. Der Multiplayer in dieser Simulation funktioniert etwas anders, wie man es von vielen Spielen der damaligen Zeit gewöhnt ist. Man tauscht abwechselnd das Steuer und den Wagen. Auf diese Weise entstehen viele spannende und lustige Duelle mit der KI, die nun die Wagen der Freunde steuert, die gerade nicht an der Reihe sind.

Die Crew wartet auf Arbeit
Die Crew wartet auf Arbeit

Grafik

F1 GP war für mich das erste Rennspiel mit Polygongrafik. Dies ermöglichte natürlich eine genauere Simulation aber auch eine schönere „Animation“ der Strecke und Fahrzeuge. Zumindest wenn man, wie ich, etwas für diese alte 3D-Grafik erübrigen kann. Die 256 Farben sind vor allem bei der Tribüne ausgenutzt worden.

Die Tribüne, im Spiel noch mit einer bunten Animation
Die Tribüne, im Spiel noch mit einer bunten Animation

Auch sind mit die schön gerenderten Streckeninfos in Erinnerung geblieben.

Streckeninfo
Streckeninfo

Insgesamt kann ich sagen, dass man sich viel Mühe damit gegeben hat die „richtige“ F1-Atmosphäre zu erzeugen.

Sound

Mit Ausnahme des Introthemes, gibt es keine Musik im Spiel. Der restliche Sound ist zweckmäßig und stört nicht so sehr.

In den Versionen von Amiga und PC gibt es jedoch deutliche Unterschiede in dem Theme. Meiner Meinung nach ist die Amiga-Version sehr gut. Die PC-Version eher durchschnittlich.

Als Vergleich die PC-Version (Sb16).

Selbst als MT32 Version nicht so beeindruckend.

Die Amiga-Version:

Gameplay

Es ist eine Microprose Simulation. Hat also viele kleine Details und Ecken, die man bis dato nicht kannte. Zumindest ging mir das so. Man kann seinen Wagen einstellen, Reifen wählen, Fahrer und Teams bearbeiten und hat eine große Auswahl aus Spielmöglichkeiten. Hier sind Quickraces, also schnelle Einzelrennen und natürlich die Saisonrennen möglich. Für mich war immer nur die Saison im Multiplayer interessant. Hier hat man nun die Möglichkeit, den bereits erwähnten, Hot-Seat-Modus zu wählen oder aber Via (Null)Modem mit oder gegen Freunde zu spielen.

 

Wie sich der Multiplayer spielt könnt ihr hier im re.play sehen.

re.play – M1 Tank Platoon

M1 Tank Platoon

Persönliches

Meine Erinnerungen an M1 Tank Platoon beziehen sich eher auf das gemeinsame Spiele mit einem Freund. Damals natürlich auf dem Amiga. Die PC-Version hatte ich damals nicht besessen.

Ich erinnere mich an die Spannung, die einfach dadurch entstanden ist, dass wir versucht haben herauszufinden wie so ein Panzer eigentlich funktioniert. Da gibt es ja schon verschiedene komplizierte Dinge, die man ohne Handbuch verstehen muss. Was für Munition brauche wir wofür? Warum gibt es überhaupt unterschiedliche Munitionsarten? Wozu hat ein Panzer ein Laser? Nur um dann enttäusch festzustellen, dass dieser Laser keinen Schaden verursacht, sondern nur zur Errechnung der Feuerleitlösung benötigt wird.

Ich erinnere mich auch noch gut an die Spannung, als wir versucht haben (und ich meine es ist uns auch geglückt) eine Mi24 mit dem MG des Kommandanten vom virtuellen Himmel zu holen.

Ich erinnere mich daran, dass wir die Positionen aufgeteilt haben. Einer war der Fahrer und Kommandant, der andere der Schütze. Der Streit bei der Vergabe der Orden und Beförderungen an die Besatzungen.

Start Screen von M1 Tank Platoon
Start Screen von M1 Tank Platoon

Setting

Ähnlich wie „Red Storm Rising“ spielt M1 irgendwann in/nach/um 1985 würde ich meinen. Ich glaube im Handbuch wird  kein richtiger Zeitpunkt genant. Russland hat die Nato angegriffen oder anders herum, spielt auch keine Rolle. Es ist ein typisches ’80ger Jahre rot gegen blau. Rot besetzt weite Teile von einem Land, dass nicht genannt wird. Wir wiederum müssen in der blauen Rolle, diesen Vormarsch abfangen und dann später zurückschlagen.

Simulation

Auch hier sind Ähnlichkeiten zu Red Storm Rising zu finden. Es würde mich wundern, wenn hier in der Entwicklung nicht einiges von dem anderen Spiel abgeschaut wurde. Erschienen sind beide ’89. Wie beim U-Boot Bruder, gibt es auch hier einen „Aktion“-Teil und einen „Strategischen“-Teil.

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Im strategischen Teil planen wir unser vorgehen, formieren Einheiten und rufen Luft- oder Artillerie-Unterstützung. Auch behalten wir hier den Überblick, wenn unser Plan, bei erstem Feindkontakt, in der Luft zerrissen wird und plötzlich alles chaotisch wird.

M1 Tank Platoon - Schützensicht
M1 Tank Platoon – Schützensicht auf einen feindlichen (roten) LKW

Von der strategischen Karte aus, können wir dann die Steuerung von einem der vier M1 Panzer übernehmen. Hier können wir die Stationen des Fahrer, Schützen und Kommandanten übernehmen. Die KI steuert dann die Stationen, die wir gerade nicht selektiert haben. Auch können hier die KI-Kameraden unterschiedliche gut Ausgebildet sein. Durch Beförderungen lernen sie, im Laufe der Kampagne, mehr dazu und werden so besser.

Spielumfang

Um wieder zurück auf den Umfang zu kommen. Es steckt viel Tiefe in dem Zusammenspiel dieser beiden Simulationsteile. Hier kann man viele, viele Stunden mit dem richtigen Austaktieren verbringen und so mehrere Kampagnen nacheinander fahren. Die Besatzungen werden dann mit in die neue Kampagne übernommen.

Grafik und Sound

Hier gibt es zwar die Möglichkeit für 256 Farben, aber diese werden nur in den Menübildern benutzt und dort auch nicht ausgereizt. Die 3D Simulation ist sehr spartanisch aber ausreichend um eine dichte Atmosphäre zu erzeugen.

Zur der Zeit (1989) übliche Startmenü für Microprose Spiele
Zur der Zeit (1989) übliche Startmenü für Microprose Spiele

Der Ton ist „vorhanden“, mal hört man das grummeln 1500 PS Motors und das Feuern der 105 mm Kanone, darüber hinaus gibt es nur noch ein Warngeräusche wenn man getroffen wurde oder von einem Laser aufgefasst wurde. Das ganze steht dann in der Auswahl aus Adlib oder PC-Speaker zur Verfügung.

Das Detail Setup
Das Detail Setup

Lust auf mehr? Feuer frei! re.play

 

re.play – Red Storm Rising

Red Storm Rising

Persönliches

Ich habe dieses Spiel erst so gegen ’92 gespielt. Ich hatte mir damals unbedingt Carrier Command kaufen wollen und habe es dann in einer Box mit Red Storm Rising erstanden.

Ich denke die meisten werden Tom Clancy kennen. Zufällig war Red Storm Rising mein erstes Clancy Buch. In den Sommerferien meinte Mutter, es wäre gut wenn ich etwas mehr lese und brachte mir Red Storm Rising mit. Natürlich ging es hier darum, dass ich nicht so viel vor dem PC sitze und lieber draußen in der Sonne eine paar Bücher lese. Das PC Spiel erschien 1989 und ich hatte somit drei Jahre nach der Veröffentlichung das Buch gelesen, kannte das Spiel aber überhaupt nicht, hatte auch keine Tests in Magazinen oder ähnlichen gelesen. Das Buch fing sehr langsam an, aber dann nahm es richtig Fahrt auf und hat mich wirklich mitgerissen. Kurze Zeit später konnte ich dann Jagd auf Roter Oktober schauen und habe sogar in der Schule damals eine Zusammenfassung des Buches geschrieben. Da war dann meine Begeisterung geweckt und ich habe bis nach 2000 alle Clancy Bücher gelesen die erschienen.
Später kamen dann ja auch noch die Spiele von Red Storm Entertainment dazu. Die Rainbox Six Serie oder die Splinter Cell Serie. Zu beiden Serien konnte ich nie wirklich den Zugang erlangen. Ich habe beide angespielt aber bin nie richtig damit warm geworden.

Setting

Gehen wir zurück zum Spiel und dem Buch. Beide sind miteinander lose verknüpft. Die Kurzfassung wird uns im Kampagnen Intro gezeigt, aber ich fasse sie kurz zusammen um euch etwas auf den Geschmack zu bringen.

Quelle: Mobygames

 

Es werden in der Mitte der ‘80 die Öl-Produktion der UDSSR von Terroristen zerstört und so wird die UDSSR schnell zum Handeln gezwungen, da ihre Ölreserven nur noch für wenige Monate ausreicht. Hardliner wollen einen harten Schlag gegen die Nato führen und so verhindern das diese den Warschauer Pakt weiter schwächt. So wird beschlossen die Ölquellen im Mittleren Osten zu erobern und einen Angriff auf Europa durch ein fingiertes westdeutsches Attentat auf den Kremel zu sanktionieren. Es werden eine Großzahl der Angriffe auf Nato Stützpunkte in Europa verhindert. Durch einen Zufall werden die Pläne zu dem fingierten Attentat gefunden und die Natopartner werden von der Unschuld Westdeutschlands überzeugt. Es werden Island und Norwegen durch Fallschirmspringer erobert und so hat die russische Marine freie Bahn um die Versorgungsrouten der Nato anzugreifen.

Dies ist in etwa der Zeitpunkt, an dem wir in das Spiel einsteigen.

Spielumfang

Es gibt eine Handvoll Übungsmissionen, die man machen sollte! Diese Missionen bereiten einen aber weniger gut auf den strategischen Teil der Kampagne vor, sie zeigen aber gut wie man mit Gegnern umgeht.

Der Hauptteil des Spieles ist natürlich die Kampage, welche in vier Zeitperioden gespielt werden kann. Diese bestimmen die Ausrüstung und den Technologiestand des Gegners und natürlich den Eigenen. Weiter ist es Möglich zwischen vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden zu wählen. Hier ändert sich nicht nur (gefühlt) die Anzahl der Gegner sondern auch der Detailgrad der Simulation.

Quelle: Mobygames

Die Kampagne selbst ist recht dynamisch und die Ereignisse und Missionen sind nicht linear, sondern werden aufgrund des Spielereinflusses berechnet.
Die Missionen werden oft durch nett animierte Sequenzen aneinander geknüpft. Diese Motivieren und wecken das Gefühl, wirklichen Einfluss auf die Situation zu haben.

Auch wichtige Ereignisse im Kampf werden animiert dargestellt. (Quelle: Mobygames)

 

Treffer am eigenen U-Boot. (Quelle: Mobygames)

Simulation

Die Simulation wird in zweit Teilen gespielt.
1.) Auf der strategische Karte wird der Kriegsverlauf am deutlichsten. Die roten Bereiche wachsen oder schrumpfen hier in „Echtzeit“. Hier wird auch das eigene U-Boot verlegt.

Strategische Karte (Quelle: Mobygames)

2.) Die Taktische Karte. Hier wird gekämpft und die taktischen Manöver ausgeführt. Dies ist alles recht trostlos, dafür aber recht übersichtlich. Man hält man sich hier 80% des Spieles auf.

Taktische Karte (Quelle: Mobygames)

Die Simulation ist jedoch viel komplexer als der einfache Aufbau es vermuten lässt. Sie ist nicht einfach zu verstehen oder gar zu beherrschen. Die KI ist schlau und reagiert auch gut auf den Spieler. Ich war immer gefordert und oft überfordert. Schnell wird es hier hektisch und man muss das Spiel erstmal Pausieren um die gesamte Situation zu erfassen.

Grafik und Sound

Die Grafik ist zweckdienlich, der Sound so gut wie nicht vorhanden (vom Pingen des Sonars und feuern von Torpedos mal abgesehen).

U-Boot Administration (Quelle: Mobygames)

Lust auf mehr? Hier gehts zum re.play