re.play – Thunderhawk AH-73M

Persönliches

Mein 12 Jähriges Ich sitzt mit großen Augen vor dem kleinen CRT eines Freundes. Wir beide schauen gebannt auf den flimmernden Fernseher. Das sonore „Tack“ und „Klack“ des Amigas stimmt uns auf das ein was gleich kommt.

Aus dem PC-Intro

Dann zucken die ersten Blitze über den Schirm und ein Hubschrauber landet. Ein Mann in einem langen Mantel hetzt eine Treppe empor. Dann bespricht er sich mit dem Präsidenten. Der Pilot – WIR! – sind so weit. Das Team kann loslegen. So fühlt sich ein Film zum selbst spielen an. Wir fühlen uns erwachsen, professionell, propagandiert.

Grafik

Die Zwischensequenzen und das Intro passen vom Style her nicht 100% zusammen. Das stört aber nicht wirklich.

Charakter aus dem Intro
Charakter aus dem Briefing

Mir persönlich gefällt die Grafik wirklich gut und sie verstärkt die Immersion wirklich sehr. Ich hatte früher – und auch heute noch – das Gefühl zu dieser Spezialen-Super-Sonder-Einheit zu gehören.

Die 3D Grafik ist für die Zeit okay. Ausreichend, aber es wäre sicherlich mehr drin gewesen. Hier wird das erstmal deutlich, dass mehr wert auf das „Drumherum“ gelegt wurde, als die Simulation an sich.

Sicht des Piloten bei einem Nachteinsatz
Die „Karte“ hilft jetzt nicht wirklich.

Sound

Von der Sprachausgabe – am PC – mal abgesehen ist er mehr Durchschnitt. Die Intromusik ist sehr gelungen. Sound im Flug ist etwas mager, aber ausreichend und nervt nicht. Viel mehr gibt’s an dieser Stelle mal wieder nicht zusagen.

Gameplay

Wie bereits erwähnt wird hier mehr auf die Immersion und das Drumherum Wert gelegt als die Simulation. Dass muss nicht schlecht sein, ganz im Gegenteil ich empfinde das eher als erfrischend spannend. Die Missionen haben einen roten Pfaden und greifen in einander. Es passen leider nicht immer die Missionsanweisungen zu dem was wirklichen Missionsziel. Ich bin mir aber auch nicht sicher ob es an der Übersetzung liegt oder vielleicht habe ich die Missionsbeschreibung auch einfach nicht richtig verstanden.

Gut fand ich, dass sich Missionsziele während der Missionen ändern können. Wieder mehr für das Drumherum als für die Simulation. Mir hat es gefallen.

Die Simulation an sich, hat wohl eine „innovative“ Steuerung, die mir nicht so gut gefallen hat, und mit der wir Damals auch Probleme hatten. Es ist aber nach einiger Übung gut möglich den fiktiven Hubschrauber zu steuern. Abgesehen von den fiktiven Waffen gibt es auch außergewöhnlichere Einsätze – z.B. muss in einer Mission eine Brück bombardiert werden oder ein Flugfeld mit „Anti-Runway-Ammunition“ gepflastert werden. Spielerisch sind die Missionen aber meist ein „zerstöre alle Einsatzziele“.

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