re.play – Burntime

Persönliches

Burtime. Ein Spiel was sich in die Reihe von Sieder, UFO und Syndicate einreiht. Ein Sommerspiel. Eines der Spiele, die ich irgendwie zu Beginn der Sommerferien in die Finger bekommen haben. Eines was ich so richtig also ausgiebig spielen konnte und auch wollte. Das Setting klang sehr interessant und was meine Freunde in der Schule so erzählt hatten klang auch super. Es war das Mad Max Spiel. Angeblich konnte man sogar Autofahren (Spoiler: Kann man nicht!).

Als ich es dann installiert hatte und das schöne Intro angeschaut hatte, wurde ich auch gleich mit der Auswahl der Charakterportraits entäuscht. Ich wollte nicht wie einer von den abgewrackten Figuren aussehen.

Menü

Von da an wurde das Setting irgendwie komisch. Eine Mischung aus makaberem Humor, platten Sprüchen und einer staubigen Umgebung. Ich war mehr abgestoßen als fasziniert. Verstand ich auch nicht ganz was zu tun war. Über mehrere Spielstunden versuchte ich herauszufinden, wie ich etwas länger Überleben konnte. Mit Tipps von Freunden ging es langsam voran. Unzählige Male musste ich Neustarten und verlor dann auch recht schnell das Interesse. Aber irgendwie war da auch eine Faszination, die uns immer wieder für eine kurze Runde zurück geholt hat.

Die Karte des Spielfeldes

Meine Erwartung an das re.play war ein besseres Verständnis für das Spiel und seine Mechaniken.

Grafik

Das schön gepixelte Intro stimmt schon gut auf die Endzeitstimmung ein. Im Spiel überwiegen dann braun und rot Töne in der meist netten Pixelgrafik. Negativ fallen hier vor allem die Charaktersprites der Übersichtskarte auf. Im großen und ganzen aber immer noch nett anzuschauen, wenn auch durch das Setting bedingt etwas eintönig.

Unterhaltung in der mit einem Arzt

Sound

Das Intro Überrascht gleich mit toller Musik, die sofort Erinnerungen an meine Kindheit weckt. Die Intromelodie scheint sich in meinem Langzeitgedächtnis eingenistet zu haben und das ist offensichtlich ein gutes Zeichen. Das zieht sich auch durch das gesamte Spiel hindurch. Angenehme OPL-Klänge untermalen die verschiedenen Screens des Spieles und die entsprechende Stimmung. So ist die Musik in einer Wasserquelle etwas fröhlicher wie in einem zerbombten Haus.

Erst zufällig bin ich in eine Forum darauf gestoßen, dass das Spiel – neben der Musik – auch andere Sounds hat. Sogar Sprachausgabe. Daran konnte ich mich nicht erinnern. Im nachhinein bin ich mir auch ziemlich sicher, dass ich Damals auch keinen Sound hatte. Das Spiel bringt kein Setup mit und sucht sich die Einstellungen für die Soundkarte selbst. Oder anders, geht wohl davon aus, das alle Spieler eine 220,7,1 Einstellung haben. Erst mit dieser Einstellung und der Auswahl eine emulierten Soundblaster 2 konnte ich unter Dosbox die Sprachausgabe hören. Dazu gibt es noch einen Sound der im Kampf einen Treffer unterstreicht. Mehr nicht. Sehr spärlich und ich gehe mal davon aus, dass die meisten Spieler eh nur die Musik gehört haben. Gut das die wirklich gelungen ist.

Gameplay

Eine Mischung aus Managment, Crafting, Sammeln, Kämpfen und Erobern. Was zwar ambitioniert klingt, ist nicht wirklich gut umgesetzt. Aus meiner (heutigen) Sicht ist keiner der Punkte gut zuspielen. Es gibt viele interessante Ansätze (Aufrüsten der besetzten Ortschaften) aber alle scheinen mir nur rudimentär (es gibt nur 3-4 Verbesserungen) implementiert. Schade, aber nicht so tragisch wie es klingt, es gibt ja viele Aspekte die man ausprobieren kann, dadurch ist es am Anfang schon recht abwechslungsreich.

Die ewige Suche nach dem Wasser

Aus meiner Sicht ist der Kampf aber etwas, was so schlecht umgesetzt ist, dass es auf den Spielspaß drückt. Auch die Kommunikation von Spielereignissen oder Spielerfehlern ist im Spiel sehr minimal, so weiß man meist nicht, was man hätte besser machen können. Ja, dass war Damals so, es wurde mir nicht alles vorgekaut, aber meist gab es im Handbuch oder im Spiel selbst Hinweise, die mir geholfen haben. Dass gibt es natürlich auch in Burnout, nur sind diese sehr schwer zu finden (und wurden vom mir Damals alle ignoriert).

 

Wer sich den ganzen Spaß einmal in Bewegung Anschauen möchte: Youtube Playlist zu Burntime